Samstag, 4. September 201018 de Septiembre und ZwischenseminarSeptember! Das heißt, Monat der großen Feierei! 18. September feiern wir „Bicentenario“, also 200 jährige Unabhängigkeit von Spanien. Das wird ein gigantisches Fest in ganz Chile geben. Per Gesetz ist jetzt auch offiziell erlaubt, den ganzen Monat September die Chilenische Fahne zu hissen, was sonst nur bei besonderen Gelegenheiten erlaubt wird und bei Zuwiderhandlungen gestraft wird. Obendrein gibt es 2 Feiertage mehr, Freitag und Montag sind für alle Chilenen frei. Aber jetzt werden selbstverständlich überall Fahnen gehisst. Und dem Foto nach könnt ihr auch noch ganz viele kleine Fahnen sehen, die wir quer durch die Aldea aufgehängt haben. Ich werde das Bicentenario wahrscheinlich in Santiago verbringen, weil da die meisten Aktivitäten sind! Davon werde ich berichten. Jetzt erstmal muss ich auch noch von meinem Zwischenseminar erzählen, was von Donnerstag bis Montag letzter Woche in Santiago stattgefunden hat. Leider war ich der einzige Teilnehmer, was das ganze zwar richtig produktiv und intensiv gemacht hat, aber auch ein bisschen ernst gemacht hat. Aber ich bin mir trotzdem mal das Nachtleben Santiagos ansehen gegangen. Etwa ein Block von meinem Hostal war nämlich die „Partystrasse“ Pio Nono gelegen, in welcher sich die Bars, Schnellrestaurants und Discos Seite an Seite aufreihen. Es gibt hier einfach mehr Menschen, als in Osorno. Tagsüber haben wir richtig viel gesprochen über die Arbeit, die Fundación und so weiter und haben auch so „Selbstreflexive Spiele“ (oder sowas gemacht), bei denen vielleicht rauskommt, wie es einem geht und ob man sich dessen auch bewusst ist. Dann sind wir immer schön essen gegangen und haben auch viel von der Stadt gesehen. „La Moneda“, der Präsidentensitz, die Plaza de Armas, den Mercado Central (wo Fisch und Meeresfrüchte verkauft werden und es viele Restaurants gibt, wo man selbiges essen kann), das „Museo de Bellas Artes“ (Das Museum der Schönen Künste) und natürlich den Cerro San Cristobal, wo eine gigantische, 22 Meter große Jungfrau Maria in den Himmel ragt und man eine sehr gute Aussicht in den Smog von Santiago hat. Alles in allem habe ich da 4 gute Tage verbracht und werde die letzte Zeit meines Freiwilligendienstes noch voll ausnutzen und genießen! Mittwoch, 18. August 2010...nach langer Zeit.
Oh weh. Jetzt lest ihr bestimmt eh nicht mehr, weil es hier offensichtlich keinen verantwortungsbewussten und fürsorglichen Hüter und Schreiber des Blogs gibt. Von daher erübrigt sich ja eigentlich der folgende Beitrag ...
Jedenfalls hat jetzt seit 2 Wochen die Schule wieder angefangen und ich bin wieder gut in der Routine angekommen. Aber davor sollte ich von den Ferien erzählen, die ich spektakulär mit meiner Familie verbracht habe! Es kamen nämlich am vorletzten Schultag meine Mama mit Stefan und mein Brüderchen Paul mit einem knuffigen Leihwagen Nissan X-TRAIL classic in Osorno an und sind da bis zum Sonntag geblieben! Ich konnte ihnen also ein bisschen mein zu Hause zeigen und die Stadt und das Umland, was dazugehört. Untergebracht waren sie in einer der beiden VIP-Cabañas, die die Aldea zu bieten hat! Am Sonntag sind wir dann zur Familie meines Kollegen und Freundes Ricardo in Pitrufcén gefahren, haben da das Finale der Fussball-WM geguckt und uns königlich gekochen lassen. D.h. es gab Asado, sprich, man hat gegrillt, aber richtig. Am nächsten Tag sind wir dann schon weiter nach Concepción gefahren und haben uns erstmal die Stadt, aber auch die Zerstörung des Erdbebens angeguckt. Das war ergreifend. In einem Hochhaus hat sich einfach ein einzelnes Stockwerk zusammengeschoben. Trotzdem ist in diesem Hochhaus kein Mensch ums Leben gekommen. Geführt wurden wir von einer Freundin, die da wohnt und studiert. Jetzt im Moment ist sie allerdings in Deutschland, in Aachen für ein Jahr studieren, was im Endeffekt billiger ist, als in Chile auf einer Privatuni zu studieren. Mit Halt in Chillán sind wir danach nach Valparaíso gefahren, wo wir uns mit den beiden deutschen Freiwilligen Mädels getroffen haben und so etwa 3 Tage Valparaíso-Tour gemacht haben. Auch meine Familie vom Spanisch-Kurs habe ich nochmal getroffen, das war nett! Und natürlich haben wie den (meiner Meinung nach) besten Completo Chiles gegessen! Hernach gings weiter nach Norden Richtung. Haben die Städte La Serena, Copiapó und Antofagasta „kurzbesucht“ und dann endlich in San Pedro de Atacama (was voll in der Wüste liegt) angekommen. Das ist ein kleines touristisches Dorf von wo aus man viele Exkursionen in verschiedene Gegenden in der Wüst machen kann. Wir sind zu den Geisers del Tatio, dem Valle de la Muerte und dem Valle de la Luna, ausserdem zur Aldea de Tulor und Valle de Jere gefahren. Alles sehr spannend. Nachts waren es immer etwa -8ºC und tagsüber anfangs dermassen windig und mit viel Sand in der Luft, dass es richtig unangenehm war. Trotz Sonne wurde es nicht sehr warm. Die letzten Tage allerdings hörte der Sturm auf und wir konnten auch mal gemütlich im T-Shirt draussen sitzen! Nach diesen schönen Tagen dort sind wir wieder Richtung Süden aufgebrochen. Diesmal sind wir in Taltal, ein Städchen in der Wüste und an der Küste des Pazifiks untergekommen im „PlazaHotel“. Und die nächste Nacht dann in La Serena, was tatsächlich eine der schönsten Städte von Chiles sein kann (allerdings haben wir nicht soo viel gesehen, von daher kann ich das nicht sicher bestätigen. Aber sie ist jedenfalls richtigrichtig sauber. Die letzte Nacht haben wir dann schon in Santiago verbracht, wo wir Paul in den Flieger zurück gesetzt haben, dass der zu seinem Praktikum in der Motorradwerkstatt kommt. Mama und Stefan sind dann noch 2 Wochen geblieben, allerdings ohne mich! Ich musste mich dann auch erstmal wieder erholen... hahaha! Nun bin ich wieder in Osorno und habe wie gesagt mit dem Arbeiten wieder angefangen. Es sind also alle 120 Jungs wieder da und es ist jede Menge los. Da immernoch Winter ist (gerade die letzten 2 Tage hat es wahrscheinlich mehr geregnet, als in Odernheim übers ganze Jahr) müssen wir immer wieder ins Krankenhaus und eine elendig lange Zeit dort wartend verbringen... Aber so ist das. An sonsten ist nächstes Wochenende mein Zwischenseminar in Santiago! Da werde ich dann für 5 Tage sein. Bin ich mal gespannt! Ahso, eine grosse Veränderung ist ja jetzt, dass die 4 deutschen Mädels weg sind und Simon auch. Dafür kam eine neue deutsche Freiwillige an, die Maike heisst und ganz nett ist. Gut. Ich wünsche euch schönen Sommer (während es hier grad wieder anfängt zu schiffen... wozu mir das Zitat eines damals noch sehr jungen Merlins einfällt: „komm Papa, wir gehen schiffen...“). Zum Schluss: Die Fotos von der Reise habe ich damals per iPhone auf Facebook gestellt und können auch von Personen, die nicht in Facebook registriert sind angesehen werden: klick: Fotos der Reise Mittwoch, 23. Juni 2010Die WM in Chile
Heute spielt ja wieder Deutschland, da wollen wir mal das Beste hoffen! Und wenn wir verlieren haben wir immerhin der letzten afrikanischen Mannschaft damit den Weg ins Achtelfinale beschert...
Die ersten Spiele haben wir selbverständlich geguckt, wobei wir das zweite nur im Internet sehen konnten, da das nicht über den nationalen Sender TVN übertragen wurde. Heute allerdings wird es übertragen! Mittlerweile haben wir sogar eine Deutschlandfahne in unserer Cabaña hängen, die uns unser Maestro ("Hausmeister") machen hat lassen. Die ist so stabil wie keine andere. Für das Spiel treffen sich die 4 deutschen Freiwilligen aus Osorno also in unserer Cabaña und wenn wir gut sind, machen wir voher noch „zopaipillas“ oder „calzones rotos“ (Zerrissene Hosen). Das ist, sowie das Grillen, ein chilenischer Brauch für Fussballspiele. Heute ist das Spiel hier um 14:30 Uhr, das ist sehr angenehm. Das erste Spiel ist wegen der Zeitverschiebung nämlich schon um 7:30 Uhr gewesen... Natürlich ist, wenn Chile spielt, wirklich WM-Stimmung, weil die Schüler Schulfrei kriegen oder das Spiel in der Schule in der Turnhalle schauen können, ausserdem geben glaube ich die meisten Arbeitgeber zumindest für die Spielzeit frei. Auf den Plazas der Städte gibt es mittlerweile auch immer Public-Viewing, was teilweise von den Netzanbietern angeboten wird und dazu reichlich Werbung mitbringt. Bisher gabs nach den Spielen natürlich immer grosse Party (die Chilenen haben ihre beiden Spiele gewonnen), welche in Santiago allerdings schon in gewaltigen Ausschreitungen geendet haben. Da hat die Polizei mehrere huntert Jugendliche (kurzzeitig glaub ich) festgenommen. Allerdings sind das schon „erschreckende“ Bilder, wenn man sieht mit was für einer Aggressivität die Jugendlichen da auf die Carabineros (Polizei...) losgehen. Assis gibts wohl weltweit zu viele... Das Fernsehen wird nach einem Chilespiel dann etwa für 2 Tage komplett von Fussball dominiert, wobei Interviews von ca. 1.000.000 Menschen, die alle das gleiche sagen, mehrere Male wiederholt wird. Da kann man als Deutscher schon die Geduld oder den Verstand verlieren. Also dann! Suerte y exito, que ganemos este partido! Mittwoch, 16. Juni 2010Versenkter Apfelkuchen nach Omaimmer wieder überfällt mich die Laune einen Kuchen zu backen. Und einer der leichtesten und leckersten Kuchen ist dieser versenkte Apfelkuchen, den meine Oma Magret immer macht! mittlerweile kann ich den schon auswendig und er kommt eig. immer gut an. Das gute bei dem Kuchen ist, der braucht nicht so ausgefallene Zutaten, wie Quark zum Beispiel... Das gibts hier nämlich einfach nicht. Also kein Käsekuchen (was die total witzig finden, einen Kuchen aus Käse zu machen und dann auch noch süss... aber man es ihnen einfach nicht beweisen, dass ein Käsekuchen lecker sein kann, weil ohne Quark nix los.), keine Topfenflecker(l?), Quarkbällchen,... Aber der Apfelkuchen ist ja gut und für den Anfang ausreichend. Einmal hab ich einen Streuselkuchen machen wollen, den ich aber aus Faulheit etwas schwarz hab werden lassen... das war auch interessant, weil sich da im Kuchen so "Rauchkanäle" gebildet haben. Aber man konnte ihn schliesslich auch nur "unter ständigem Rühren" in den Abfalleimer "giessen". ja. schade, aber ich habe Gott schon um Vergebung gebeten für meine Faulheit und das Versagen an der Gemeinschaft. Dazu hat mich Ricardo "verpflichtet"... Trotzdem, danke Oma, dass du mir immer diesen leckeren Kuchen zum Geburtstag machst und ich mit ihm jetzt hier ein paar Menschen beglücken kann. und jetzt der chilenische Teil: Churrasco. Das ist im Grunde sowas wie Hamburger, aber selbstgemacht und auch sonst unbeschreiblich viel besser, als jedweder BigKing, BigMac oder sonstwas. Und das ist auch gut so! Der Churrasco (sprich in etwa: tschurrrrrasko; mit rollendem r) besteht aus etwa dem gleichen Brot wie in deutschland auch, also ein labberiges Brötchen, was man günstiger Weise vorher antoastet, dann angebratenem ECHTEN Fleisch, Ketchup (was hier sehr lustig ausgesprochen wird: Keptschup Die haben wir jedenfalls letztes Wochenende zu Hause gemacht! Dazu haben wir die "Kollegen" aus dem Internat Fray Escoba eingeladen, also Anne, Johanna und Ximena. Und danach noch schön gefeiert! mit einem Rum "Abuelo", was der beste Rum ist, den ich je getrunken habe (und mittlerweile habe ich schon einige probiert...), dann gabs noch Pisco und Blue Curaçao. Selbstverständlich "gute" latinoamerikanische Musik, bis hin zu einem Queca, was der chilenische Nationaltanz ist. Montag, 7. Juni 2010Die Kühe...Hallo! ich bin faul geworden. Aber ich habe mir jetzt vorgenommen jede Woche mindestens einen Blogeintrag zu schreiben. Wenn ich das nicht tun sollte, habt ihr meine Erlaubnis mir auf die Füsse zu springen oder mir einen Tritt zu verpassen! Das Bild habe ich am Morgen der Gran Matanza aufgenommen und zeigt den Park in Osorno, den ich regelmässig durchquere, wenn ich die Mädels des Internates Fray Escoba besuche. oder Spanischunterricht beim Padre habe. Da ich jetzt hier auf dem miesen PC eig. nicht schreiben will, weil der regelmässig abstürzt, hab ich auch nur wenige Bilder hier drauf... Naja, und das sind die von der Schlachtung einer Kuh von der Fundación, damit wir hier Fleisch zu essen kriegen. Dieses "Spektakel" haben Anne, Johanna und ich uns nicht entgehen lassen. Mich hat es einfach mal interessiert, wie das hier in Chile abläuft. Wenn euch das auch mehr interessiert, lade ich euch auch gerne detailliertere Bilder hoch...! Zum Schlachthaus: Das ist ein Holzschuppen, der sonst als Werkstatt verwendet wird und einen Betonboden hat (immerhin! allerdings in keine Richtung abgesenkt). Im Gebälk vom Dachstuhl ist ein Flaschenzug angebracht, an dem man dann die Kuh zum ausnehmen hochziehen kann. an sonsten lagen jede Menge Messer, ein paar Knochensägen und ein Gewehr rum, aber das wars dann auch schon mit dem Schlachtequipment. Das Schlachten: Die 4 Männer, alle frohen Mutes, zerren das Tier von der Weide in den Schuppen und binden es fest. Dann wird es mit dem Gewehr, wie auch in Dtl., direkt in den Kopf geschossen und fällt sofort um, wie tot. Allerdings hat einer der Männer nach 5 min gesagt, es lebe immernoch ein bisschen. Nach dem Schuss wurde der Kopf abgetrennt und es dann mehr oder weniger ausbluten gelassen. Dann wurde die Haut abgezogen, die Füsse abgetrennt und schliesslich mit dem Flaschenzug hochgezogen, damit die Innereien herausgenommen werden konnten. Dann wurde es in die zwei Hälften gesägt und gut is. Hat insgesamt etwa 1,5 Stunden gedauert. Danach wurden dann noch die Gedärme mit Wasser gereinigt und draussen auf den Weidezaun gehängt. Puh, das war interessant und jetzt mag ich mir das auch mal in Deutschland bei unserem Metzger angschauen. Ich habe das gefühl, die machen das fachmännischer... Ansonsten muss ich sagen, geht es mir sehr gut! ich habe mich mittlerweile wirklich an die Arbeit gewöhnt, spreche viel mit den Jungs und habe mittlerweile auch schon mehrere Einladungen bekommen, mal übers Wochenende mit ihnen nach Hause zu fahren, um deren Haus und Familie kennen zu lernen. Das wird superspannend. Allerdings sagen die meisten, im Sommer sei das besser, deshalb muss ich mich noch gedulden... Ausserhalb der Aldea mache ich viel mit den deutschen Freiwilligen, die leider auch schon in einem Monat fahren. Das ist schade, weil wir uns mittlerweile sehr gut verstehen. Allerdings bin ich dann auch nicht mehr von ganz so vielen deutschen umzingelt, was ich auch gut finde. Aber auch mit Chilenen geh ich ab und an mal aus ein Bier trinken und Fussball gucken, jetzt vor allem, wenn die WM anfängt, muss ich ja die deutschen und die chilenischen Spiele gucken gehen! Liebe Grüsse, hasta luego Mittwoch, 12. Mai 2010Der Winter
Nun ist hier der Winter eingekehrt.
kalt, nass, Nebel den ganzen Tag, es ist länger dunkel,... wie das halt so ist. Gestern waren es 2ºC mit Nebel. Gott sei Dank, gracias a Dios, haben wir in unserer Cabaña einen recht guten Holzofen, der uns mit wohliger Wärme versorgt. Allerdings müssen wir den ganz schön hüten, damit das lausige Holz das tut, was es tun soll... ...brennen! Trotzdem schaffen wir es meistens, das Feuer über Nacht in Gang zu halten, mantener el fuego. Unser Wohnzimmer heute morgen: Gestern Abend war ich mit Patricio und seinen Freunden/Kollegen des Psychologie-Studiums in einer Bar im Zentrum. Das ist immer lustig, weil das echt super nette und interessierte Leute sind. Da reden wir dann oft von deutschen und chilenischen Sitten, Legenden (eher den chilenischen), Entwicklung, Gesundheitssystem, und was sonst noch alles. Schliesslich sollte ich dem einen dann erklären, wie es zum Holocaust kommen konnte. Denn hier in Chile mit der Zeit von Pinochet gab es ja etwa "ähnliches" (allerdings sind da "nur" 2500 Menschen "verschwunden"). Ist auf jeden Fall immer spannend und sehr unterhaltsam. Danach sind wir dann noch in die Disco, das war blöd, weil ich heute vormittagsturno habe und deshalb um 6 aufstehen muss. Mit den 3,5 Stunden Schlaf fühle ich mich jetzt recht "jodido" (würde man hier sagen, der Padre Pedro hat es mit "gelackmeiert" übersetzt. Wir allerdings wissen, dass einfach nur "gefickt" heisst... Am 21. Mayo kommt die Virgen Carmen (Patronin der Fischer) nach Osorno. Das ist also eine Figur, die Chile zum 200. Jahrestag der Unabhänigkeit vom Papst geschenkt bekommen hat und die reist jetzt durch ganz Chile und AUSGERECHNET am 21. Mai, wo hier nämlich der "Día de las Glorias Navales" (Tag der Marine, ein Feiertag an dem wir verlängertes Wochenende hätten) ist, kommt sie nach Osorno und alle Aldeanos, also alle Jungs müssen da zu einer 3 Stündigen Zeremonie. Ich bin mal gespannt wie das wird. hätte mir aber auch vorstellen können, mal nach Valparaíso zu fahren. Aber, der Padre hat gesprochen. so denn, ich werde mich jetzt mal meinen Vokabeln widmen. Ich habe sie mal gezählt, mittlerweile habe ich in meinen Vokabelheft etwa 600 Vokabeln, die ich zum Grossteil auch kann... ich hoffe euch kehrt der Frühling bald zurück! immerhin ist ja schon Mai! Montag, 26. April 2010Cachen und Herbst¡Hola! Ich hoffe, ihr habt meinen Rundbrief gekommen und vielleicht auch schon gelesen. Wie gesagt, ich freue mich auf Antworten! Wer ihn noch nicht erhalten hat, ihn aber gerne hätte, so schreibe er mir seine eMailadresse. Vorletztes Wochenende war ich mit auf einer "Jornada" (sowas wie eine Fortbildung für 30 Jungs und Mädchen von unserer Aldea und der Schule der Fundación) in Puerto Octay. Da ich aber keine Aufgabe hatte, durfte ich die Zeit nutzen und mich da mal umsehen. D.h. Simon und ich haben eine Wanderung gemacht, wo ich meine recht neuen Wanderschuhe und meine NEUE Jacke (!!! Ja, sie ist angekommen! Für die, die Geschichte nicht kennen: ich habe noch in Dtl. meine RAB-Jacke reklamiert, weil sie kaputt war. Daraufhin bekam ich die Zusage einer neuen Jacke, die aber nicht lieferbar war, weil ausverkauft. Deshalb musste ich dann 5 Monate warten, bis sie die wieder hergestellt hatten und dann wurde sie mir zugeschickt, direkt nach Chile) auf Wasserdichtigkeit testen konnte/durfte. Faszinierend, wenn das Wasser die Oberfläche der Jacke garnicht zu berühren scheint, wenn jeder Tropfen in 1000 Minitröpfchen platzt und abgeperlt... geniál! ja... fail... jetzt habe ich versehentlich den Text gelöscht, den ich seit etwa 30 min am schreiben war... Das tut mir leid. Ihr kennt das. Ich kann das, was ich schrieb jetzt nur noch kurz zusammen fassen. also, waren noch lange auf und haben Chips und Ginger Ale compartiert ("compartir" ist ungefähr das wichtigste Wort, was wir auch verwenden, wenn wir uns auf deutsch unterhalten, was nur noch wenig vorkommt und bedeutet "teilen"). Am nächsten Morgen sind wir nach einer selbstgestalteten Andacht wieder nach Osorno gefahren. Letztes Wochenende, also gestern am Sonntag, bin ich nochmal nach Quilacahuín gefahren, die beiden Mädels besuchen. Nachdem wir im Gottesdienst waren, was der beste in Chile war und vielleicht sogar auch überhaupt, haben wir nochmal draussen frühstücken können. Haben dann eine Runde Phase 10 gespielt und haben dann einen Spaziergang durch Quila gemacht und dabei die "Gasteltern" der beiden besucht. Um 17 Uhr sind wir dann zur Bushaltestelle (Bild!) gegangen, wo wir auf den Bus warten wollten. Allerdings kam dem ein Pick-Up zuvor, die mich mitgenommen haben. Da habe ich mich mal nett mit dem Ehepaar unterhalten, wobei seine Vorfahren aus Frankreich und Deutschland kommen. Noch an der Bushaltestelle habe ich noch dieses Foto vom Herbst gemacht, der hier ordentlich eingekehrt ist. Heute haben wir wieder angefangen Unterricht beim Padre Pedro zu machen. Er zeigt uns noch bisschen mehr Spanisch und das ist gut, weil man mit einem "Lehrer" doch besser, weil praxisnah, lernen kann. Tut mir leid, dass das jetzt so kurz ist, aber ihr könnt meine Frustration nachvollziehen, nehme ich an... Que les vaya bien! Montag, 29. März 2010Mi trabajo en castellano
Hola amigos hablando castellano!
Yo me he acostumbrado a Osorno y a la gente. Mis colegas son muy buenos, muy amables y entretenidos! Vivo en una cabaña en mi propio pieza, que es un pocito pequeña, pero pronto voy a cambiar a otra pieza, que es mas grande y con el suelo de madera! Conmigo viven 3 chilenos y un alemán. El trabajo es (todavía) tranquilo. No hay tanto trabajo, que es a veces un pocito aburrido. Los jovenes (son como 130) viven en cabañas similares como la mía y van a varias Colegios de la ciudad. En la tarde hay horas de estudios y varias talleres como taller de musica y de deporte. A veces hay misa con curas de Osorno. A los fines de semana todes van a su casa al campo y vuelven el Domingo entre las 17 hrs. y las 20 hrs.. Nuestro turno es de 6:30 hrs. de la mañana hasta las 15:30 hrs. o de las 15:30 hrs. hasta media noche. Yo trabajo juntos con 2 asesores chilenos. Las tareas son como ocupar (?) el teléfono, dar permisos a los alumnos cuando quieren salir, calmarlos a la noche, etc. A los fines de semana hay tiempo libre y me encuentro con frequencia con las chicas alemanas, que trabajan al internado para chicas, separado de nuestro. Una vez fuimos a acampar a un lago ubicado cerca de Osorno. Además hacemos mucha carrete (por supuesto sin alcohol, lo está prohibido en la aldea... Así es. Que les vaya muy bien! Ausflug nach QuilacahuínHola amigos! nachdem ich den letzten Blog nicht veroeffentlichen konnte, weil dem Server von meinem Blog nicht gut war, werde ich diesen Blog dann mal bald reinstellen. aber jetzt erstmal 2 Bilder vom Wochenende. Oben seht ihr von links nach rechts: Max (ein deutscher Freiwilliger), Marie, Anne, Janike, Johanna und Marcos. Die vier Mädels sind alle deutsche Freiwillige und Marcos ist ein Lehrer an der Schule von Quilacahuín. Quilacahuín hat ca. 30 Einwohner und ein Internat mit Schule, welche vom Staat sind und dadurch kein einziger Schüler für irgendwas bezahlen muss. Ein Schwerpunkt der Bildung ist die Land- und Forstwirtschaft. Das Dorf liegt etwa eine Stunde mit dem Bus von Osorno entfernt, wobei die letzte halbe Stunde Schotterpiste ist. Auf dem Hinweg mussten wir stehen. In dem "Ort" gibt es immerhin: eine Kirche ganz aus Holz, das ist sehr angenehm und hat fast Wohnzimmerfeeling, ein Hospital, was jetzt aber bald geschlossen wird, einen Friedhof, bald ein Feuerwehrauto und eine Station der Carabineros (Polizei). Die Mädels wohnen in einer kleinen Cabaña, und haben weder Internet, noch Fernsehn, noch Empfang fuers Handy. und ein Telefon gibt es wohl auch nur im Hospital... also echt ganz schoen auf em Campo... Aber super schoen die Natur da! und so ruhig! Das hab ich echt vermisst! ausserdem ist es in Quilacahuín immer waermer und schoener, als in Osorno. Es gebe ein "Microclima" wegen der Cerros (Huegel). Hoert sich schonmal gut an! an sonsten haben wir nicht soo viel gemacht. Am samstag sind wir um 16 Uhr angekommen haben einen Spaziergang gemacht, danach gekocht und uns dann von einem chilenischen Weisswein der Marke "Gato" (Katze) den Gaumen verwöhnen lassen. Dann haben wir noch "6 Nimmt - Kein Spiel für Hornochsen" gespielt und erzählt... Am Sonntag nach dem Aufstehen gabs ein super Fruehstueck mit Marcos, der Lehrer fuer Wald und Landbau oder sowas, der uns dann spaeter auf einen Cerro begleitet hat, von dem man einen schönen Blick über 2 Täler hat. dazwischen ist es richtig Urwaldig mit Lianen, Blumen, der Copihue, was die chilenische Nationalblume ist und vielen verschiedenen essbaren Fruechten. Super spannend mit einem unterwegs zu sein, der sich auskennt! Mit dem Wetter hatten wir auch super glueck und es war nochmal richtig warm, den hier faengt ja jetzt so der Herbst an. Wir wollten dann mit dem Bus um 17 Uhr wieder zurueck und waren sogar schon um 16:40 Uhr an der Bushaltestelle... trotzdem kam der erste Bus in die richtige Richtung erst um 18:00 Uhr... Und gestern Abend dann haben wir, Patricio und ich, uns mit einer unserer Cabaña getroffen um mit denen Papas fritas zu machen, um die mal besser kennen zu lernen und zu schwaetzen. Das war lustig und echt lecker. das waren naemlich mal echte Papas fritas aus ganzen riesigen Kartoffeln und einer Unmenge von Öl... hasta luego! Freitag, 19. März 2010Meine Arbeitvon Mendoza, Salta, Tarija, Potosí, Sucre und der Michi habe ich leider nicht auf der Speicherkarte gehabt, das werd ich dann noch nachholen! Zu meiner Arbeit: Ich habe jetzt endlich angefangen. Seit 2 Wochen bin ich nun regulär am Arbeiten. D.h. in der ersten Woche von Montag bis Donnerstag von 15:30 Uhr bis 24:00 Uhr, dann das Wochenende (hab ich allein gemacht, weil da die Schueler ja zu Hause sind) von Freitag 19:00 Uhr bis Sonntag 24:00 Uhr und jetzt von Montag bis Donnerstag von 6:30 Uhr bis 15:30 Uhr. So sind die Turnos hier geregelt und wechseln sich jede Woche ab. Ich arbeite mit Patricio (25 und Student) und David (glaube 30) zusammen, was sehr lustig ist, weil beide super nett sind und wir zusammen ein lustiger Haufen sind! Zu unseren Aufgaben gehoert (je nach Turno (Dienst)): - morgens wecken, d.h. durch alle Cabañas gehen und die Jungs wachmachen - beim Frühstück um 7:00 Uhr die Türe schliessen, um die Jungs zu rügen, die zu spät kommen - dann frühstücken wir - von ca. 8 Uhr bis 13 Uhr sind wir dann im Büro und bewachen das Telefon und kümmern uns um alle möglichen Angelegenheiten, die die Aldea betreffen, d.h. mit Eltern sprechen, uns um Schüler kümmern, die krank sind, die Dokumente der Schüler aktualisieren/führen, ab und an mal in die Schulen fahren und fragen ob alles klar ist. Alles in Allem ist das immer der gemütlichste Teil, weil es sich auf 3 aufteilt und auch sonst nicht viel ist. - In dieser Zeit ist für mich die beste Gelegenheit mein Spanisch zu verbessern in dem ich viele Vokabeln aufschreibe, die ich dann später lerne und ausserdem die Arbeitsblätter meines Lehrers aus Valparaíso weiter bearbeite. Mittlerweile habe ich Konditional und Imperativ gelernt (was nicht heisst, dass ich die ausnahmslos kann, aber schon mal ne gute Ahnung davon habe). Jetzt kommt wohl bald der Subjontiv... oder wie das Biest heisst... - 13:00 Uhr gibts dann mittagessen - bis 15:30 Uhr muss dann immer noch jemand von uns im Büro bleiben um den gleichen Aufgaben wie am Vormittag nachzugehen. Allerdings sind jetzt auch mehr Schüler da, die dann um Erlaubnis fragen, in die Stadt zu gehen. - 15:30 Uhr Schichtwechsel - Nachmittags gilt es dann sich hauptsächlich um die Schüler zu kuemmern, die wollen immer irgendwas ausserhalb der Aldea machen, da muss man die dann fragen, was und wo sie was kaufen wollen und wie lange sie dafür brauchen werden. Da hab ich noch nicht ganz gecheckt, in wie weit man sie da einschränken muss. - 19:00 Uhr gibts Abendessen (eig. immer Warm, wie das Mittagessen auch) - danach ist dann das Ausgehen sehr beschränkt, weil es dann auch dunkel wird und die Schüler ihre Hausaufgaben machen müssen. - oft gibt es um 20:00 Uhr Reunión (Versammlung), wo irgendwas besprochen wird. Das ist mit ca. 100 Pubertierenden zuweilen sehr anstrengend... - danach ist es dann sehr gemütlich, da eig. nichts mehr passiert, das Tor muss abgeschlossen werden. Sonst wartet man auf den "Nochero" (so eine Art Nachtwaechter), der dann von 0:00 Uhr bis 8:00 Uhr für Recht und Ordnung sorgt, und nebenher das Frühstück richtet. Am Wochenende muss man im Grunde nicht viel machen, das wichtigste ist, am Sonntag um 11:00 Uhr das Brot zu empfangen und um 17:00 Uhr die Jungs. mehr nicht. Leider habe ich vom Aldea noch keine echten Fotos gemacht, hier nur eins vom Sonnenuntergang (oder was davon übrig ist). Die Cabaña links ist unsere, rechts das komische ist der "Glockenturm" unserer Kapelle in der die meisten Reunións abgehalten werden. Allerdings habe ich gerade gesehen, dass ich wohl mit dem iPhone über EDGE wohl mal ein Bild hochgeladen habe, coole Sache, das wurde mir damals als Fehler angegeben. Naja, jetzt kann ich es ver¨ffentlichen. Auch meine Cabaña! Wer Facebook hat, hat vielleicht gemerkt, dass er jetzt (hoffentlich) eine Benachrichtigung erhalten hat, dass ich gebloggt habe. Das hat mir gütigsterweise der Moritz eingerichtet, heissen Dank! Ich meld mich, wer Fragen hat: Fragen! Liebe Gruesse, macht´s gut!
Samstag, 6. März 2010Zwei Wochen OsornoJetzt bin ich schon 2 Wochen hier. Passiert ist aber verhaeltnismaessig wenig. Lo que pasa, es: ich habe dem Moritz gestern eine superlange Mail geschrieben. Und da hab ich ihm schon viel geschrieben, was so los ist, aber ich reisse mich mal zusammen und versuche hier aehnlich ausfuehrlich zu schreiben! seit ich hier vor genau 2 wochen angekommen bin, haben mir immer mal wieder verschiedene Leute einige Orte/Teile von Osorno gezeigt und ich habe immer wieder neue Leute von der Fundación kennengelernt. Dazu ist im Groben zu sagen, dass die Ganze Fundación in 4 Teile geteilt werden muss: Ein Teil ist ein Studentenwohnheim in Valdivia, damit haben wir Freiwilligen nichts zu tun. Ein anderer Teil ist die Maximilian Kolbe "Alto" - Siedlung, eine Siedlung fuer Sozialschwache Familien, die mittlerweile auch viele Geschaefte und eine Schule mit Sporthalle und so weiter hat, damit haben wir aber auch nichts zu tun. Nummer Drei ist das Maedcheninternat der "Kolbe-Bajo"-Siedlung. Da arbeiten die zwei deutschen Maedels als Freiwillige. Da wohnt auch z.B. Padre Pedro (als einziger Mann in dem Teil der Siedlung), der ja Gruender und "Chef" von allem ist. Und dann gibts unser "Aldea Juvenil", das Jungeninternat, was aber auch ca. 2 km entfernt von der Maximilian Kolbe Siedlung liegt. Hier bei uns wohnen etwa 130 Jungs zwischen 13 und 17, die in verschiedene Schulen der Stadt gehen. Die wohnen immer zu 9. in einer Cabaña, wobei jeweils 2 von denen so ne Art Ansprechpartner/Cabañaleiter fuer uns und die Jungs sind. Unsere Aufgaben kann ich immer noch nicht genau sagen, mittlerweile weiss ich aber, dass ich mit einem "Asesor" fuer die Jungs von 4 Cabañas verantwortlich bin. Was das allerdings genau heisst, weiss ich noch nicht. Ansonsten sind wir 6 Asesores in 2 Dienstzeiten aufgeteilt, die wir dann nochmal unter uns aufteilen koennen. Diese Woche hab ich z.B. von 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr Dienst. Sonst wird um 6:30 Uhr geweckt, um 7 Uhr gibt es Fruehstueck, dann gehen die Jungs in die Schule, um 15:30 Uhr ist Wechsel des Dienstes ("Turno"), abends von 19-20 Uhr glaube ich, machen die Jungs Hausaufgaben und um 22 (?) Uhr ist dann Bettruhe. Ansonsten soll/kann ich denen bei Mathe und Englisch helfen, weil die das wohl ueberhauptnicht checken. Das wird auch kein Problem, weil die eh nur so ne Art Unterstufenunterricht bekommen. Wobei es wohl ein Problem ist, die zum lernen zu motivieren, weil die Chilenen von Natur aus nicht verstehen, dass man lernen muss, um einen guten Schulabschluss zu bekommen. Da ist auch was, wo gerade die laendliche, indigene Bevoelkerung noch mit zu kaempfen hat, weil es fuer sie ueberhaupt keinen Sinn macht, die ganzen Sachen zu lernen. Die sind noch sehr tranquilo und reden eigentlich auch nur, wenn es sonst keinen Ausweg gibt. Da bin ich mal gespannt, wie das mit denen wird. Wir aus unserer Cabaña haben uns schon gut angefreundet und ich komme gut mit denen zurecht. Und die Maedels von Kolbe-Bajo kommen auch oefters zu Besuch zum Kocken, Filme gucken und was zu trinken. Gestern habe ich mit Johanna (die deutsche Freiwillige) einen deutschen Webdesigner besucht, mit dem wir dann in die Stadt in ne Kneipe gegangen sind. Dort haben wir das Bier eines kleinen Privatbrauers (natuerlich Deutscher, aber seit Jahren in Chile wohnend) aus Osorno getrunken. Das ist echt lecker, trueb und geschmackvoll, 5,0 Vol.%. Dieser Kerl ist echt lustig, hat eine Chilenische Frau geheiratet und hat glaube ich 2 Kinder. Im Hof steht ein alter VW Passat, den er gerade auseinandergenommen hat, um den Motor neuzumachen. Spannende Sache. Netter Kerl. Eine interessante, aber enttaeuschende Tatsache ist, dass es hier sogut wie keine Wald- und Feldwege gibt. alles, was von der Hauptstrasse aus weggeht sind Privatwege und dick eingezaeunt. Also gibt es eigentlich nur in den Nationalparks Wandermoeglichkeiten. Die sind aber nicht soo weit weg. Essen: Die Jungs aus meiner Cabaña kaufen immer sehr spontan ein, deshalb gibt es aber auch imer frisches Brot, wenn es Brot gibt. Zum fruehstueck, was im Moment noch so zwischen 11 und 14 Uhr liegt, wird dann Brot und evtl. Eier und Avocado geholt. Butter, Magarine, Marmelade, Tee, Honig ist meistens im Kuehlschrank (was damit aber auch das einzige ist). Mittlerweile haben Simon und ich auch einen kleinen Vorrat an Haferflocken und Cornflakes gekauft (Muesli gibt es hier einfach nich, und wenn doch, ist es aus Deutschland importiert und kostet 4 Euro por Kilo...). Abends gibt es dann oft ein "Once" (11, weiss keiner, warum das so heisst), wo es dann wieder Brot (wieder frisch, der Baecker ist etwa 500 Meter weg) gibt, Avocadocreme, Tomate und Cecina (Brotaufschnitt, meistens Mortadella fina, das ist das billigste, was es so gibt... Ich glaube ganz am Anfang habe ich es mal erwaehnt: Hier in Chile laeuft (falls vorhanden und Strom verfuegbar) immer der Fernseher. Es muss nichtmal jemand im Haus sein. Morgens wird er angemacht, und wenn der letzte ins Bett geht, wird er ausgemacht, so nach dem Motto Und chilenisches Fernsehen ist jetzt auch nicht soo gut. Aber dadran muss man sich hier einfach gewoehnen. Ich kann mich da meistens nicht konzentrieren, wenn der Fernseher an ist, aber vielleicht kommts mit der Zeit... gerade beim Essen stoert es mich aber schon. Naja. Bald sind wir 2 Deutsche und 2 Chilenen in der Cabaña, dann haben wir eine Chance, soche Sachen zu aendern. Im Moment gibt es 2 Fernsehsender, die rund um die Uhr vom Erbeben berichten, da ist es naheliegend, dass das nicht dem deutschen Ideal von pregnanter Sachlichkeit aehnelt. Und Nachrichten, wie die Tagesschau gibt es leider auch nicht. Wahrscheinlich auch, weil es hier keine oeffentlich-rechtlichen Fernsehkanaele gibt. Die sind alle Privat und immer Politisch einer Richtung angehoerig, genau wie die Zeitungen. Die Politische Bildung ist daher sehr schwierig. So, da der Computer leider vollkommen ueberlastet ist, allein durch das Schreiben dieses Textes und des gleichzeitigen geoeffnet Habens von Facebook und meebo und GMX und Skype, will ich meine Berichterstattung jetzt mal beenden. Ich hoffe, der Fruehling kommt bald mal richtig an in Deutschland! Viele Gruesse, macht´s gut! Montag, 1. März 2010Terremoto, pero estoy bien!Hola todos juntos! mensch, ja.. also, wir hatten da ja kein Radio und kein Fernsehr, von daher waren wir ja echt unwissend, wie gravierend das Erdbeben war. Naja, wie gesagt, uns gehts gut und auch bisher allen Familienmitgliedern aller hier, ist wohl nichts weiter passiert! Ja, Kommunikation ist im Moment echt schwer... also die Telefonleitungen reichen in die Umliegenden Regionen, aber richtung Epizentrum wirds schlecht. Mobilfunknetze sind auch nicht durchgaengig erreichbar... und die Strassen eh nicht... Es gibt wenig Busse und weil es auchkein Benzin gibt, fahren die, die fahren, auch selten... bei uns am Stand des Campingplatzes gibt es einen grossen Riss im Boden, quer durch alles. Strasse, Hofeinfahrt, Strand, Baumwurzeln, Wiese. da Ist der Boden um 40 cm abgesackt. Aber wie gesagt, uns allen geht es gut! Nochmal zum Handy: ihr braucht mir keine SMSe zu schreiben, da ich die hier NICHT empfangen KANN! genausowenig, wie ich SMS nach aus Chile rausschicken kann. Wenn jemand welche kriegt, hab ich die uebers Internet verschickt! (die SMS an meine Mutter ueber EDGE... Danke fuer euer Interesse an meinem Wohlbefinden! viele Gruesse Sonntag, 28. Februar 2010Das Erdbeben und Max
von Moritz!
Edit (28.02. 16:20 Uhr): Soeben erfahre ich von Paul, dass es Max gut geht! Muss sich also niemand mehr Sorgen machen Er hat folgende SMS geschrieben: Hola Mama, Falls das Erbeben bei euch in den Nachrichten kam (was ich stark vermute), mir gehts wunderbar! Wir zelten gerade an einem See und haben nur ein schwaches Beben erlebt! Allerdings geht im Land einiges drunter und drüber..Ich melde mich... Alter Eintrag von heute Morgen: (28.02. 11:30 Uhr) Hallo Leute! Also, ich schreibe hier jetzt mal, weil mich jeder fragt: Nein, ich habe noch nichts von Max gehört (sein Brüderchen Paul auch nicht)! Sicherlich ist das Telefon- und Handynetz zusammengebrochen, sonst hätte er sich wohl auch schon längst mal gemeldet Sobald Max sich bei irgendwem gemeldet hat, wäre es schön wenn man mir das sagen würde, dann kann ichs hier reinschreiben! (Infos bei der taz) Liebe Grüße Moritz Montag, 22. Februar 2010Musica
So, naja... also da ich zu Reggaeton immernoch nix gutes gefunden habe, will ich euch wenigstens mal eine sehr beruehmte Band aus Viña del Mar vorstellen. Sie heisst "La Noche" (Die Nacht) und macht echt ganz witzige Musik! und das lustigste ist, ich habe die ja in Arica gesehen, hab ich glaub ich berichtet. Und auf jeden Fall sind die 6 oder 7 Maenner alle so ca. 30-40 Jahre alt, aber ausnahmslos ALLE Frauen zwischen 15 und 80 finden die geil! das ist total lustig und geht auf Konzerten echt ab! naja...
Hier mal 2 Videos von denen: http://www.youtube.com/watch?v=CeG-Hbb3A0Y&feature=related http://www.youtube.com/watch?v=KCalvzS5DEU Wie gesagt, ich arbeite am Finden guten Reggaetons! Meine Position!
So Moritz! Hier meine Position auf leider nur 6m genau...
S 40°34.837' W073°06.422' Das ist direkt vor meiner Cabaña Übrigens lade ich die jetzt gleich via Edge hoch! Die Adresse muss ich noch rausfinden...! |
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